Chronische Schmerzen und Verspannung

Chronische Schmerzen und Verspannung

Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)

Migräne, Knacken im Kiefergelenk, Nackenschmerzen: Das sind nur drei Symptome, die zum komplexen Erscheinungsbild der Craniomandibulären Dysfunktion (CMD) gehören. Ohrgeräusche (Tinnitus), chronische Verspannungen, Schwindel oder Taubheitsgefühle zählen ebenso dazu. Die CMD ist eine funktionelle Störung. Ihre Ursache ist in der fehlerhaften Position von Unterkiefer (Mandibula), Oberkiefer (Maxilla) und Schädel (Cranium) zu suchen.

 

Myozentrik – nachhaltiges Therapiekonzept

Viele Patienten mit chronischen Schmerzzuständen im Kopf- und Nackenbereich haben eine wahre Odyssee hinter sich. Behandlungen bei Hals-Nasen-Ohren-Ärzten, Orthopäden, Neurologen und diverse Diagnostik wie CT und MRT – doch doch eine wesentliche Besserung ist nicht eingetreten. Dann ist der Zahnarzt gefragt: Warum? Weil der Mensch im Ganzen zu sehen ist. Kopf, Kiefer und Becken hängen als funktionelle Einheit zusammen. Wenn Sie täglich „die Zähne zusammenbeißen“, hat das muskuläre Folgen. Genau hier setzt die Myozentrik an.

Wir betrachten den Kauapparat als neuromuskulär gesteuertes Gefüge, das „Fehler im Biss“ haben kann. Mithilfe der Myozentrik ist es möglich, Kiefergelenk und Kopf zu entkrampfen. Stimmt das Zusammenspiel von Zähnen, Gelenk und Muskeln nicht mehr, reagiert unsere Muskulatur mit Verspannung und Schmerz.

Die myozentrische Diagnostik hat zum Ziel, die muskulär entspannte Position des Unterkiefers zum Oberkiefer zu finden. Dazu werden die Zahnreihen mithilfe eines Aqualizers (Wasserkissen) entkoppelt. Zusätzlich wird die Muskulatur durch manuelle Therapie oder mit dem TENS-Gerät (Transkutane elektrische Nervenstimulation) entspannt. Im Ergebnis erhält der Patient einen Myozeptor – eine Kauschiene, die den Unterkiefer in Muskelentspannung führt. Bestehende Kiefergelenksprobleme lösen sich in der Regel wie von selbst.

Wir behandeln nach dem Konzept des US-Amerikaners Robert Jankelson und des deutschen Zahnarztes Rainer Schöttl.

 

Mit Feingefühl gegen Blockaden

Der menschliche Organismus als Einheit: Wenn die Myozentrik helfende Hände braucht, empfehlen wir unseren Patienten osteopathische Unterstützung.

Die Osteopathie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der sich das Wissen der modernen westlichen Medizin zunutze macht. Ihre Kraft liegt in der Sensibilität des Therapeuten. Er erkennt manuell Funktionsstörungen oder Blockaden und ordnet diese im Kontext des Körpers ein. Durch kleine, feine Bewegungen werden Verspannungen, Fehlhaltungen oder verklebtes Gewebe gelöst.

Schmerzpatienten, die unter den Beschwerden der CMD leiden, profitieren von der Kombination aus Myozentrik und Osteopathie.